Open/Close Menu Wie Anwälte neue Chancen nutzen
Hackathon

Ein Hackathon lebt von interdisziplinärer Zusammenarbeit. Doch wie genau funktioniert das Teamwork zwischen den unterschiedlichen Professionen und worauf sollten TeilnehmerInnen dabei vorbereitet sein? Larissa Pilch bestreitet zurzeit als Mitglied des Siegerteams „Skillerator“ den Global Legal Hackathon und teilt im Interview mit legal-tech.de ihre Erfahrungen.

Frau Pilch, könnten Sie zum Einstieg zunächst ein wenig von Ihrem Hintergrund erzählen? Was ist Ihre Spezialisierung?

Zurzeit bin ich Online-Marketing-Managerin in Düsseldorf und kümmere mich um Webauftritte, Usability sowie Prozessoptimierung.

Wie sind Sie dazu gekommen, an dem Hackathon teilzunehmen?

Ich habe aus Neugierde an dem Hackathon teilgenommen. Ich finde die Legal Tech-Schiene sehr spannend und denke, dass noch viel Potenzial im Markt steckt.

Was ist Ihre eigene Motivation mitzumachen?

Neues zu entwickeln und mit spannenden Menschen zusammenzuarbeiten ist natürlich Motivation pur. Aber vor allem mal etwas auszuprobieren und kreativ zu sein macht mir viel Spaß.

Kannten Sie Ihr Team schon vorher oder haben Sie sich während des Hackathons zusammengefunden?

Unser Team kannte sich untereinander gar nicht. Wir haben uns erst nach meinem Anfangs-Pitch – wo jeder seine Idee präsentierte – kennengelernt.

Wie gestaltet sich die interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Teams?

Jeder hat sein Feld der Expertise und dadurch hat man viele verschiedene Denk- und Arbeitsweisen, die in das Projekt einfließen. Wir haben natürlich die Arbeitsbereiche so gut wie es ging unterteilt, dennoch haben wir immer in der großen Gruppe Entscheidungen getroffen und diskutiert. Jeder hat die Möglichkeit, sich auch in Bereichen, die nicht zum eigentlichen Arbeitsumfeld gehören, einzubringen.

Wie gehen Sie mit dem enormen Zeitdruck um?

Der Zeitdruck ist halb so schlimm, wenn man Spaß an der Sache hat. Wir haben viel gelacht und unser Bestes in den ca. 48 Stunden gegeben. Natürlich hatten wir uns beim Startschuss eine Timeline überlegt, die dann auch mehr oder weniger eingehalten werden musste.

Aus welchen Disziplinen kommen die Hackathon-Teilnehmer?

Ich denke, dass die Hackathon-Teilnehmer bei Wolters Kluwer Deutschland größtenteils aus der Entwickler- und Juristenecke kamen. Ich kann nur von meinem Team sprechen. Wir hatten Programmierer, Sales-, Marketing- und Datenschutz-Experten, außerdem einen Richter.

Wie lief die Zusammenarbeit mit den Juristen in Ihrem Team ab?

Nachdem wir so ungefähr unterteilt hatten, wer welchen Aufgabenbereich übernimmt, haben sich alle an die Arbeit gemacht. Wir, ohne juristischen Hintergrund, haben uns natürlich stark auf die Meinung der Juristen verlassen, wenn es um rechtliche Fragestellungen ging. Das hat sich alles organisch gefunden, weil wir viel in der Gruppe diskutiert haben und so jeder seinen Blickwinkel einbringen konnte.

Worauf sollte man vorbereitet sein, wenn man an einem Hackathon teilnehmen möchte?

Man sollte auf jeden Fall sehr offen an die Sache rangehen. Wenn man eine Idee hat, sollte man sie auf jeden Fall vorstellen. Wenn es nichts wird, kann man sich immer noch einem anderen Team anschließen. Ansonsten sollte man sich einfach darauf einlassen und Spaß haben. Wenn man schon eine Idee im Vorfeld hat, kann es nicht schaden, sich vorher unter den Teilnehmern Verbündete zu suchen. Dann kann man schon etwas mehr vorbereiten.

Ist dies Ihr erster Hackathon oder haben Sie bereits Erfahrungen mitgebracht?

Das war mein erster Hackathon.

Was waren bisher Ihre größten Herausforderungen bei der Entwicklung von „Skillerator“?

Bisher ist das Schwierigste, das Team zusammen zu halten, wenn alle gerade mit der Corona-Situation kämpfen. Da wir uns vorher nicht kannten, ist es jetzt schwierig, ohne sich treffen zu können, zusammenzuarbeiten.

Foto: Wolters Kluwer Deutschland