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Warum Dokumentenautomations-Software? Interview mit LAWLIFT-Gründer Dr. Steffen Bunnenberg

LAWLIFT ist eine der bekanntesten Legal Tech-Firmen Deutschlands für Rechtsanwälte. Die Dokumentenautomations-Software gewann den ersten Platz beim STP LEGAL INNOVATION AWARD 2017 in der Kategorie Prozessinnovation und den ersten Platz beim Startup-Pitch der Bucerius Herbsttagung 2017. Lesen Sie im Interview mit einem der beiden Gründer, Dr. Steffen Bunnenberg, wie die Software die tägliche Kanzleiarbeit sowohl verbessert als auch erleichtert.

Lieber Herr. Dr. Bunnenberg, seit wann gibt es LAWLIFT?

Dr. Konstantin Bertram und ich haben LAWLIFT 2015 gegründet. Das Produkt selbst ist seit Sommer 2017 auf dem Markt.

Wie funktioniert LAWLIFT?

LAWLIFT bietet Kanzleien und Unternehmensrechtsabteilungen die Möglichkeit, intelligente Vorlagen zu erstellen, zu nutzen und zu aktualisieren. Wir bieten dafür eine leicht bedienbare Benutzeroberfläche, mit der Dokumente automatisch generiert werden können. Auf der Basis von Antworten aus einem Interview wird das Dokument erzeugt. Die dahinterstehende Logik kann jeder Nutzer selbst bauen. Auch dafür haben wir eine Benutzeroberfläche geschaffen, die jeder versteht. Programmierkenntnisse sind nicht notwendig. Einen kleinen Eindruck können Sie in diesem kurzen Video gewinnen: https://youtu.be/EcNem6HHMQE

Wie ist Ihr Preismodell?

Wir rechnen auf Basis einer monatlichen Lizenzgebühr ab, die sich aus der Anzahl der Nutzer errechnet. Eine Lizenz pro Monat kostet 79 EUR (netto) bei jährlicher Zahlungsweise. Ab zehn Lizenzen verhandeln wir individuell.

Wer sind die potentiellen Kunden? Für welche Kanzleien eignet sich der Einsatz von Dokumentenautomation?

Unsere Kunden sind kleine spezialisierte Einheiten, mittelgroße und große, weltweit agierende Kanzleien sowie Unternehmen aller Größen. Wir entfalten insbesondere dann eine Wertschöpfung, wenn Interessenten Vorlagen nutzen oder Themen bearbeiten müssen, die sich durch eine gewisse Redundanz und Komplexität auszeichnen. Wenn Sie ein Dokument nur einmal im Jahr erstellen müssen oder denselben Text an viele Adressaten schicken müssen, macht unser Tool keinen Sinn. Aber in vielen ähnlichen Fällen fängt die Arbeit mit uns wieder an, Spaß zu machen.

Wie sind die Reaktionen der Kanzleien, die sich für LAWLIFT interessieren oder LAWLIFT schon einsetzen?

Ausgesprochen positiv. Viele Anwälte und Unternehmensjuristen schätzen die sehr hohe Akzeptanz unserer technischen Lösung in ihrem Unternehmen oder ihrer Kanzlei. Dadurch erreichen wir eine vollkommen neue Breite an Wertschöpfung für unsere Kunden. Kaum ein Anwalt will programmieren lernen. Ihm fehlt dazu meistens die Zeit. Dann sind Lösungen ­wie unsere, die es dem Nutzer so einfach wie möglich machen, sehr gefragt.

Wird LAWLIFT weiterentwickelt? Was sind Ihre Pläne?

Selbstverständlich. Monat für Monat verbessern wir unsere Lösung und fügen neue Features ein, die die Arbeit unserer Kunden stark erleichtern. Schon seit dem Start im August 2017 hat der Funktionsumfang deutlich zugenommen und die Applikation an Komplexität und Macht gewonnen, ohne auch nur im Ansatz schwerer bedienbar zu werden. Unser Ziel und Ansporn ist, die Bedienbarkeit so einfach wie möglich zu halten. Komplexität und einfache Bedienbarkeit sind für uns keine Anforderungen, die sich ausschließen, sondern die sich gut vereinbaren lassen.

Zuletzt noch ein Blick in die Zukunft: Wie sehen Sie die Entwicklungen im Bereich Legal Tech? Wie wird sich Ihrer Meinung nach der Rechtsberatungsmarkt in zehn Jahren verändern?

Er wird sich dramatisch verändern. Zwar wird kein Anwalt durch einen Roboter ersetzt, weil dafür das Leben einfach zu vielfältig ist. Es wird aber eine ganze Vielzahl von technischen Lösungen geben, die Anwälte nutzen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Standards werden automatisiert, neue Rechtsprodukte mithilfe von technischen Lösungen gebaut und es wird eine vollkommen neue Möglichkeit der Skalierbarkeit von Rechtsberatung durch technische Lösungen geben, in einigen Fällen vollautomatisiert, oft aber mit dem dahinterstehenden Anwalt, der die automatisierten Standards auf den Einzelfall anwenden, erklären und durchsetzen muss.

Vielen Dank Herr. Dr. Bunnenberg für das interessante Interview und viel Erfolg weiterhin mit LAWLIFT.

Das Interview führte Patrick Prior.

Foto: www.lawlift.de

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