Open/Close Menu Wie Anwälte neue Chancen nutzen
2. Schweitzer Zukunftsforum

Kein Hackathon für Großkanzleien! Das war Barbara Mahlke bei der Erstellung des Programms für das 2. Schweitzer Zukunftsforum besonders wichtig. Im Interview verrät die Programmleiterin für den Bereich „Recht und Beratung“ innerhalb der Schweitzer Fachinformationen, warum vor allem kleine bis mittelständische Anwaltskanzleien von der Veranstaltung profitieren können.

Was ist das Besondere am Schweitzer Zukunftsforum im Unterschied zu anderen Legal-Tech-Events?

Unsere Veranstaltung richtet sich primär an den mittelständischen Anwalt, der sich über Legal Tech und die Umsetzung in der Praxis  informieren will und muss. Das kann er bestens mit der Vielzahl von kurzen Hands-On-Vorträgen. Ein Fokus liegt zum Beispiel bei konkreten Empfehlungen für Tools, die den Arbeitsalltag erleichtern. Dazu gehören Bereiche wie juristische Textanalyse, Dokumenten- oder Vertragsmanagement. Darüber hinaus blicken wir aber auch in die Zukunft und sprechen über Themen, die noch nicht so stark im Kanzleialltag etabliert sind. Smart Contracts ist eines dieser Themen. Rechtsanwalt Tom Braegelmann wird in seinem Vortrag darauf eingehen, warum Smart Contracts auf lange Sicht sowohl dem Mandanten als auch dem Anwalt große Vorteile bringen können.

Für welche Zielgruppe ist das Event am interessantesten?

Kleinere und mittelständische Kanzleien, BüroleiterInnen und BibliotheksmitarbeiterInnen juristischer Fachbibliotheken.

Was können Anwälte von der Veranstaltung lernen?

Auf der Veranstaltung beantworten wir Fragen wie:

  • Wie bereite ich meine Kanzlei/Rechtsabteilung auf den Einsatz von Legal Tech vor?
  • Welche Produkte kann ich bereits einsetzen?
  • Welche Kenntnisse und Skills benötige ich dafür?
  • Welche Kanzleistruktur muss ich vorhalten, um Legal Tech bestmöglich umzusetzen?
  • Wie und wo fange ich überhaupt an?

Zu unseren Rednern gehören u. a. Legal-Tech-Spezialisten wie Florian Glatz oder Patrick Prior. Wir beleuchten Legal Tech aber auch aus Mitarbeitersicht. Dafür haben wir Ronja Tietje eingeladen, die als Vorsitzende des RENO Bundesverbandes erklärt, wie man sein Kanzleiteam auf den digitalen Wandel einstimmen muss, damit alle mitziehen.

Was war Ihnen bei der Erstellung des Programms besonders wichtig?

Praxisrelevanz für den Mittelstand abbilden, statt einen Hackathon für Großkanzleien auszurichten. Die Auswahl der Referenten fand gemeinsam mit dem Legal-Tech-Experten und Mitinitiator Patrick Prior statt. Inspiriert vom 1. Schweitzer Zukunftsforum 2018 haben wir den geäußerten Kundenwunsch, Anwendungen noch praxisbezogener vorzustellen, beachtet. Wir haben geschaut, wer bereits am Markt ist und bereits ein „bisschen Speck auf den Rippen“ hat, also wer in der Szene bekannt ist und Praxiserfahrungen mitbringt. Ebenso haben wir eine Verunsicherung bei den Büroleitern und ReNos verspürt, wie ihre Arbeit in der Zukunft aussehen könnte und wie man entsprechend Personal rekrutiert. Deswegen haben wir auch das Thema Personalmanagement in die Agenda aufgenommen.

Und natürlich interessiert uns als Schweitzer Fachinformationen und die teilnehmenden BibliothekarInnen der Umgang mit juristischen Fachinformationen in der Zukunft. Wo findet welche Recherche statt? Wo bekommt der Nutzer die gesuchten Informationen am sinnvollsten angeboten? Das sind spannende Themen, die auch unser Angebot verändern werden.

Mit dem Besuch einer Veranstaltung ist der Schritt zur Digitalisierung noch lange nicht vollzogen. Was können die Teilnehmer des Schweitzer Zukunftsforums nach der Veranstaltung tun, um das meiste aus ihr herauszuholen?

Man sollte sich auch über andere Quellen mit dem Thema auseinandersetzen und verfolgen, was sich auf dem Markt tut. Wir informieren beispielsweise mit unserem legal-tech-verzeichnis.de über sämtliche Entwicklungen im Bereich Legal Tech. Eine Anmeldung zum Newsletter genügt, um „up to date“ zu bleiben.

Frau Mahlke, vielen Dank für das Gespräch.

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Foto: Schweitzer Fachinformationen